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Brief an den Vater

 Meine Lieben, ich habe lange mit mir gerungen, ob ich diesen Brief veröffentlichen sollte. Es ist ein Brief, den ich vor eine Woche geschrieben habe, nachdem in mir ein Denkprozess angestoßen worden ist. Es kommt Gewalt darin vor, daher erneut eine Triggerwarnung. Es ist ein Brief an meinen leiblichen Vater, in dem ich meine schlechte Beziehung zu ihm verarbeite, also erneut ein sehr hartes Thema. Aber ich hoffe, durch das Öffentlichmachen für mich endgültig einen Schlussstrich ziehen zu können.

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Macht der Sprache: Todesursache Depression

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Dieser Text wird schwer verdaulich. Es geht um psychische Erkrankungen (hauptsächlich Depressionen) und Suizid. Daher vorsorglich eine Triggerwarnung für genau diese Dinge. Außerdem ein Appell:

Wenn ihr in eurem Freundeskreis Menschen habt, die Anzeichen einer Depression zeigen oder diese bei euch selbst feststellt (Antriebslosigkeit, Müdigkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis, negative, kreisende Gedanken sind die häufigsten Symptome), dann sucht Hilfe. Eine erste Anlaufstelle kann die Telefonseelsorge sein, die ihr jederzeit unter den Rufnummern

  • 0800/111 0 111
  • 0800/111 0 222
  • 116 123

erreichen könnt. Solltet ihr nicht sicher sein, ob ihr oder jemand, den ihr kennt, Anzeichen einer Depression zeigt, so hat die Stiftung Deutsche Depressionshilfe einen Selbsttest auf ihrer Seite, der auch von Therapeuten und Psychologen genutzt wird. Sprecht mit eurem Hausarzt, wenn ihr Anzeichen bei euch selbst feststellt.

Depressionen sind schlimm, aber sie sind kein Grund, sich zu schämen oder zu glauben, dass ihr dadurch weniger wert seid. Im Gegenteil: Ihr seid es wert, dass ihr euch selbst helft.

Einen Dank möchte ich noch an eine Freundin loswerden, die mir mit einem Kommentar via Facebook-Messenger gestern Abend die Idee zu diesem Text gab. Danke, Claudia.


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Ein Liebesbrief an die Musik und ihre Macher

Das Jahr 2001 hat mich und meinen Musikgeschmack entscheidend und nachhaltig geprägt. Wie? Durch einen Klassenkameraden, der auf einem Rollenspielabend eine CD laufen ließ, die er seinerseits von einem Bekannten bekam. Wie das damals noch so üblich war, war es eine selbst gebrannte CD, im Prinzip eine selbst zusammengestellte Compilation. Die Musik, die von dieser CD erklang, fesselte mich, denn sie war so ganz anders als das, was ich bisher gehört habe. Ein Interesse an Rockmusik war bei mir vorhanden, doch hier kam etwas dazu, nämlich Dudelsack, Schalmeien, Drehleiern und Lauten, um nur einige Instrumente zu nennen. Eine Mischung, die ich bis dahin nicht kannte, und die mich vom ersten Moment an von den Socken holte. Besonders eine Band auf dieser CD hatte es mir angetan: Subway to Sally. Sicher, den Namen fand ich anfangs etwas seltsam, aber egal. Die Musik war gut, ebenso die Texte und die Stimme des mir bis dahin unbekannten Sängers.

Der Virus war also eingepflanzt. Und verbreitete sich rasch. Ich holte mir Informationen über Subway to Sally und andere Bands dieses Genres aus dem Netz – damals noch mit 56k-Modem (die geistige Haltung des „Familienoberhauptes“, was Technik und Internet anging, als rückständig zu beschreiben, ist noch geschönt) – und merkte sehr schnell, dass mir dieser „Mittelalter-Rock“ verdammt gut gefiel.

Zeitsprung ins Jahr 2004. Es ist der 29. August dieses Jahres, und ich bin auf dem Stadtfest in meiner Heimatstadt unterwegs, ein zweitägiges Event, welches in dieser Form heutzutage leider nicht mehr stattfindet. In der gesamten Innenstadt sind Bühnen verteilt, und auf jeder Bühne ist den ganzen Tag Programm. Ich bin jedoch zielgerichtet dort, denn es spielt Eric Fish, der Frontmann von Subway to Sally, mit seinem Solo-Projekt. Mir war nicht bewusst, welche Art von Musik mich erwarten würde, doch wo Eric Fish draufstand, war Qualität für mich garantiert. Als Randnotiz sei erwähnt, dass sich unter den Zuschauern und Zuhörern auch Lasterbalk der Lästerliche von Saltatio Mortis befand. Die Spielleute spielten am Abend zuvor auf der gleichen Bühne.

Eric und seine beiden Musikerkollegen, Uwe Nordwig und Rainer Michalek, spielten ihr Set, und ich war ein weiteres Mal gefangen genommen von der Musik, wie schon drei Jahre zuvor mit Subway, nur dass es diesmal etwas völlig anderes war. Coverversionen bekannter Songs, auch von Subway, sowie eigene Stücke mit deutschen Texten in bester Liedermacher-Manier. Und schon war auch dieser Virus eingepflanzt, das erste Album wurde einige Zeit später erstanden.

Es ergab sich, dass ich über die Jahre immer mehr Musiker kennen und schätzen gelernt habe, Musiker, deren Songs mich seitdem begleiten und mir schon durch die ein oder andere schwere Phase geholfen haben – und es sicher auch noch weiter tun werden. Und allen diesen Musikern möchte ich heute eines sagen: Danke, dass es euch gibt, und dass ihr Musik schreibt, die immer und zu jeder Zeit ins Herz geht und Emotionen nicht nur freilegt, sondern auch auffängt und verstärkt. Ihr seid ein essentieller Bestandteil meines und des Lebens vieler anderer geworden, und ich wünsche jedem einzelnen von euch jederzeit ganz viel Erfolg. Ihr seid großartig.

Mit besten Wünschen,
Florian

Zum Abschluss gibt es in loser Reihenfolge noch einige Hörbeispiele:

Wie kommt das eigentlich? – US-Shows in Deutschland

Das könnte eine kleine Serie werden. Mal schauen. Manchmal kommen mir so Gedanken, wo ich mich frage, wie das eigentlich kommt, dass ein Sachverhalt so ist, wie er ist. Den schreibe ich dann einfach mal nur als Fragestellung in den Raum, ohne das weiter auszuführen. Das dürft ihr dann mal tun. 😉

Ich schaue gerade die aktuelle Folge von Fernsehkritik-TV, bei der Tele 5-Chef Kai Blasberg zu Gast ist. Und während er und Holger Kreymeier so allgemein über das Fernsehen schwadronieren, surfe ich ein bisschen in der Wikipedia herum und erinnere mich an Zeiten, als bei RTL noch kein Scripted Reality-Mist lief, sondern Unterhaltungsshows, teils nach US-amerikanischem Vorbild. Und dann frage ich mich:

Wie kommt das eigentlich, dass in den Staaten Shows wie „Jeopardy!“ oder „Family Feud“ (dt. „Familien-Duell“) teilweise jahrzehntelang ohne Unterbrechung laufen, – im Fall von „Jeopardy!“ sogar seit 30 Jahren vom gleichen Moderator präsentiert – in Deutschland aber schon nach wenigen Jahren wieder abgesetzt werden? Sind es nur die Lizenzen, die ablaufen und nicht verlängert werden, weil sie zu kostspielig sind?

Ein bisschen Schmutz im Schnee

Die deutsche Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle ist bei den Olympischen Spielen in Sotschi positiv auf Substanzen getestet worden, die auf der Dopingliste stehen. Sie könne sich „überhaupt nicht erklären, wie es zu dieser positiven Dopingprobe gekommen“ sei.

Ich habe für dieses Problem eine einfache, treffende Antwort parat: Du dumme Nuss hast dir irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel eingepfiffen, vor denen dich deine Trainer immer gewarnt haben, weil sie – vermutlich zurecht – auf der Dopingliste stehen.

Ehrlich, warum haben diese Doper nicht alle einfach mal den Arsch in der Hose („Eier“ passt hier ja schlecht), sich hinzustellen und zu sagen: „Jupp, ich hab was genommen. War scheiße, aber machen ja eh alle.“ Dann wird dieser ganze Wahn um Dopingkontrollen einfach abgeschafft (spart ja auch Kosten), die Sportler hauen sich alles rein, was sie finden können, die Wettkämpfe strotzen vor Höchstleistungen und die Medien dürfen dann jedes Jahr ein paar Dutzend tote Sportler betrauern. Win-win-win-Situation.

R.I.P. Ralph Waite

Gerade gelesen, dass US-Schauspieler Ralph Waite im Alter von 85 Jahren verstorben ist. Bekannt wurde er vor allem als Familienpatriarch in „Die Waltons“, ich kannte ihn hauptsächlich aus „NCIS“, wo er den Vater von Mark Harmons Charakter, Gibbs, spielte. Find ich grad schon irgendwie doof. 😦

Ruhen Sie in Frieden, Mr. Waite.